Eckdaten der Sirah:

Geburt: ca. 570 n.Chr. in Mekka (Jahr des Elefanten)
Erste Offenbarung: 610 n.Chr. in der Hohle Hira (Koran 96:1-5)
Hijra nach Medina: 622 n.Chr. (Beginn des islamischen Kalenders)
Schlachten: Badr 624 n.Chr., Uhud 625 n.Chr., Graben 627 n.Chr.
Eroberung Mekkas: 630 n.Chr. (ohne Blutvergießen)
Abschiedspilgerfahrt: 632 n.Chr., Ableben im selben Jahr

Es gibt keinen Menschen in der Geschichte, dessen Leben so detailliert uberliefert ist wie das des Propheten Muhammad (F.i.). Zehntausende von Hadithen, die Geschichtsbücher der fruhen muslimischen Gelehrten und der Koran selbst bezeugen sein Leben, seinen Charakter, seine Entscheidungen und seine Worte. Uber ihn sagt Allah im Koran: "Fürwahr, du besitzt einen erhabenen Charakter" (Koran 68:4). Aisha (RA) brachte es auf den Punkt: "Sein Charakter war der Koran" (Sahih al-Bukhari 3548 via Muslim 746).

Dieser Leitfaden fasst die wichtigsten Stationen seines Lebens zusammen: von der Geburt uber die Offenbarung, die Hijra und die Schlachten bis zur Eroberung Mekkas, der Abschiedspilgerfahrt und seinem Ableben.

Geburt in Mekka (570 n.Chr.)

Muhammad ibn Abdullah ibn Abd al-Muttalib wurde im sogenannten Jahr des Elefanten (Amul Fil) geboren, das auf ca. 570 n.Chr. datiert wird. In diesem Jahr hatte Abraha, der abessinische Vizekönig des Jemen, mit einer Armee von Elefanten versucht, die Kaaba zu zerstören. Allah vernichtete die Armee durch Schwärme von Vögeln, die Steine trugen, wie in Sure Al-Fil (105) beschrieben.

Der Prophet wurde in der Sippe Banu Hashim des Stammes Quraysh geboren, der angesehensten Sippe Mekkas. Quraysh war die Huterfamilie der Kaaba, was ihnen hohes Ansehen auf der Arabischen Halbinsel verlieh. Sein Vater Abdullah ibn Abd al-Muttalib starb vor oder kurz nach seiner Geburt, und seine Mutter Amina bint Wahb ubergab ihn nach arabischem Brauch zur Stillzeit seiner Amme Halima as-Sa'diyya aus dem Stamm Banu Sa'd.

Als Muhammad etwa sechs Jahre alt war, starb auch seine Mutter Amina auf der Ruckreise von einem Besuch in Yathrib (dem spateren Medina). Sein Großvater Abd al-Muttalib nahm ihn auf, starb aber zwei Jahre spater. Danach ubernahm sein Onkel Abu Talib die Sorge um den jungen Muhammad und schutzte ihn sein Leben lang, auch wenn er nie zum Islam ubertrat.

In seiner Jugend begleitete Muhammad seinen Onkel auf Handelsreisen nach Syrien. Dabei soll der christliche Mönch Bahira in ihm Zeichen des kunftigen Propheten erkannt haben, wie es in spateren islamischen Berichten uberliefert wird (Tirmidhi 3620). Er wuchs in Mekka auf, der Handelsstadt auf der Arabischen Halbinsel, in der Gotzendienst und stammliche Rivalitaten das gesellschaftliche Leben pragten.

Al-Amin: der Vertrauenswurdige

Noch bevor Muhammad zum Propheten berufen wurde, erwarb er sich in Mekka den Ruf eines außerst ehrlichen, zuverla͏ssigen und weisen Mannes. Die Mekkeaner gaben ihm den Beinamen "Al-Amin" (der Vertrauenswurdige) und "As-Sadiq" (der Wahrhaftige). Selbst seine spateren Gegner, die seine Botschaft ablehnten, erkannten diese Eigenschaften an und vertrauten ihm ihr Eigentum zur Aufbewahrung an.

Im Alter von etwa 25 Jahren heiratete Muhammad Khadijah bint Khuwaylid, eine erfolgreiche Geschaftsfrau aus Mekka, fur die er zuvor Handelsreisen nach Syrien unternommen hatte. Khadijah war etwa 15 Jahre alter als er und hatte Muhammad selbst die Ehe vorgeschlagen. Diese Ehe dauerte 25 Jahre bis zu Khadijahs Tod, und der Prophet heiratete wahrend dieser Zeit keine andere Frau. Er beschrieb sie spater als die beste Frau ihrer Zeit.

Ein fruhes Zeugnis fur seinen Gerechtigkeitssinn: Als die Quraysh die Kaaba neu bauten und stritten, wer den Schwarzen Stein (Hajar al-Aswad) wieder einsetzen solle, drohte ein Stammeskonflikt. Die Stammeshaupt vereinbarten, den nachsten, der durch das Tor trat, als Schiedsrichter anzuerkennen. Es war Muhammad. Er legte den Stein auf ein Tuch und ließ je einen Vertreter der Stamme das Tuch gemeinsam heben, womit er den Konflikt ohne Blutvergießen loste.

Erste Offenbarung (610 n.Chr.)

Im Jahr 610 n.Chr., als Muhammad etwa 40 Jahre alt war, zog er sich wie ublich zum Nachdenken und zur Besinnung in die Hohle Hira auf dem Berg Nur (Berg des Lichts) außerhalb Mekkas zuruck. Dort erschien ihm der Engel Jibril (Gabriel) und sprach:

"Lies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat, den Menschen aus einem Blutklumpen erschaffen hat. Lies, und dein Herr ist der Allergroßzugigste, Der durch den Schreibstift gelehrt hat, den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste." (Koran 96:1-5)

Der Prophet erwiderte mehrfach, dass er nicht lesen konne. Jibril umarmte ihn dreimal kraftvoll, bevor die Verse kamen. Erschuttert und verwirrt kehrte der Prophet zu Khadijah zuruck, bedeckte sich mit einem Mantel und bat sie, ihn zu hullen. Khadijah tröstete ihn mit Worten, die zur beruhmtesten Trostungsrede der islamischen Geschichte wurden: "Nein, bei Allah, Allah wird dich niemals beschamen. Du erhaltst die Verwandtschaftsbande, tragst die Last des Schwachen, schenkst dem Besitzlosen, ehrst den Gast und hilfst bei den wahren Notlagen." Dann brachte sie ihn zu ihrem Cousin Waraqa ibn Nawfal, einem betagten Gelehrten der Bibeln, der erklarte: "Das ist das Geheimnis (Namus), das Allah zu Musa (Moses) sandte."

Nach einer Pause in der Offenbarung (Fatra) setzte sie sich fort, und der Prophet begann, heimlich in Mekka zu predigen. Zu den ersten Muslimen gehorten Khadijah (RA), sein Cousin Ali ibn Abi Talib (RA), sein enger Freund Abu Bakr as-Siddiq (RA) und Zayd ibn Haritha (RA). Drei Jahre lang verlief die Missionstatigkeit im Verborgenen, bevor Allah dem Propheten befahl, offentlich zu predigen (Koran 26:214-215).

Die öffentliche Predigt loste heftige Widerstande bei den Quraysh aus. Sie sahen ihre wirtschaftlichen Interessen (der Gotzendienst brachte Pilgerverkehr nach Mekka) und ihre stammliche Ordnung bedroht. Die fruhesten Muslime, besonders Sklaven und Arme, wurden verfolgt und gefoltert. Bilal ibn Rabah (RA) wurde in der Hitze mit einem Felsblock auf der Brust auf dem Boden ausgestreckt, bis Abu Bakr ihn freikaufte.

Hijra nach Medina (622 n.Chr.)

Nach Jahren des Drucks und nach dem Tod von Khadijah (RA) und Abu Talib im selben Jahr (dem "Jahr der Trauer") nahm der Druck der Quraysh auf die Muslime weiter zu. Allah gestattete die Auswanderung nach Yathrib, das spater Madinat al-Nabi (Stadt des Propheten, kurz: Medina) genannt wurde. Die meisten Muslime wanderten vorab aus, bis die Quraysh einen Anschlag auf den Propheten selbst planten.

In der Nacht des geplanten Anschlags schlief Ali ibn Abi Talib (RA) im Bett des Propheten, wahrend dieser gemeinsam mit Abu Bakr (RA) heimlich Mekka verließ. Sie versteckten sich drei Tage in der Höhle Thawr, bevor sie den Weg nach Norden antraten. Der Koran erinnert an diesen Moment: "Wenn ihr ihm nicht helft, so hat Allah ihm doch schon geholfen, als die Unglaubigen ihn vertrieben, als er der zweite von zweien war, als sie beide in der Hohle waren." (Koran 9:40)

Die Ankunft in Medina im Jahr 622 n.Chr. war ein Wendepunkt. Der Prophet grundete die erste islamische Gemeinschaft, die Masjid an-Nabawi (Prophetenmoschee) und erließ die Verfassung von Medina, einen Vertrag zwischen den muslimischen Auswanderern (Muhajirun), den medinensischen Helfern (Ansar) und den judischen Stammen der Stadt. Diese Verfassung gilt als eines der fruhesten Dokumente einer pluralistischen Gesellschaftsordnung.

Die Schlachten: Badr und Uhud

Die Quraysh akzeptierten die neue Situation nicht und unternahmen Feldzuge gegen die Muslime in Medina.

Schlacht von Badr (624 n.Chr.): Im zweiten Jahr nach der Hijra zogen etwa 313 schlecht ausgerustete Muslime gegen eine Quraysh-Armee von uber 1.000 Mann. Trotz der zahlenmaßigen Unterlegenheit errangen die Muslime einen entscheidenden Sieg, der im Koran als "Tag der Unterscheidung" (Yaum al-Furqan, Koran 8:41) bezeichnet wird. Der Sieg bei Badr festigte die Position der muslimischen Gemeinschaft und wurde von den Muslimen als Zeichen gottlicher Hilfe gewertet.

Schlacht von Uhud (625 n.Chr.): Im folgenden Jahr kehrten die Quraysh mit einer Armee von 3.000 Mann zuruck. Die Muslime kamen zunachst gut voran, bis eine Gruppe von Bogenschutzen, die den Bergpass hatten sichern sollen, ihre Stellung verließ, weil sie glaubten, der Sieg sei schon errungen. Die Quraysh nutzten die Lucke, und die Muslime erlitten schwere Verluste. Der Prophet selbst wurde verwundet. Der Koran nutzte die Niederlage als Lehrstunde uber Gehorsam, Ausdauer und Gottvertrauen (Koran 3:139-140).

Grabenschlacht (627 n.Chr.): Als ein Bundnis arabischer Stamme mit etwa 10.000 Mann gegen Medina zog, ließ der Prophet auf Rat des persischen Sahabi Salman al-Farisi (RA) einen langen Graben (Khandaq) rund um die ungeschutzte Seite Medinas ausheben. Die Belagerung brach nach Wochen erfolglos zusammen, was die Macht der Quraysh nachhaltig schwachte.

Eroberung Mekkas (630 n.Chr.)

Im Jahr 628 n.Chr. schloss der Prophet den Vertrag von Hudaybiyya mit den Quraysh, einen zehnjahrigen Waffenstillstand unter fur die Muslime scheinbar ungunstigen Bedingungen. Omar ibn al-Khattab (RA) war entsetzt, doch der Prophet akzeptierte ihn. Allah bezeichnete es als "klaren Sieg" (Koran 48:1). Die Muslime konnten nun in Frieden Botschafter in alle Himmelsrichtungen entsenden.

Als die Quraysh zwei Jahre spater den Vertrag brachen, indem sie einem verkundeten Stamm bei einem Angriff auf verkundete Muslime halfen, brach der Prophet mit 10.000 Mann auf. Am 20. Ramadan des 8. Hijra-Jahres (630 n.Chr.) zog er kampflos in Mekka ein. Die Mehrzahl der Quraysh hatte sich ergeben. Vor der Kaaba stehend, fragte der Prophet die Menschen Mekkas: "Was glaubt ihr, was ich mit euch tun werde?" Sie antworteten: "Gutes, denn du bist ein edler Bruder und der Sohn eines edlen Bruders." Er erwiderte: "Geht, ihr seid frei."

Diese großzugige Amnestie fur jene, die ihn jahrzehntelang verfolgt, seine Gefahrten gefoltert und seine Glaubensgeschwister getötet hatten, wird in der islamischen Tradition als einer der erhabensten Momente des Prophetenlebens gewurdigt. Daraufhin traten Tausende in Scharen in den Islam ein (Koran 110:2).

Abschiedspilgerfahrt (632 n.Chr.)

Im Jahr 632 n.Chr. unternahm der Prophet seine einzige und zugleich letzte Pilgerfahrt nach Mekka, die als Hajjat al-Wada' (Abschiedspilgerfahrt) in die Geschichte einging. Etwa 100.000 Muslime begleiteten ihn.

Auf dem Berg Arafat hielt er eine Rede, die als Magna Charta der Menschenrechte gilt. Er erklarte:

"O Menschen! Euer Blut, euer Eigentum und eure Ehre sind heilig, so wie dieser Tag heilig ist, dieser Monat heilig ist und diese Stadt heilig ist. Ein Araber hat keinen Vorzug vor einem Nichtaraber, und ein Nichtaraber hat keinen Vorzug vor einem Araber. Ein Weißer hat keinen Vorzug vor einem Schwarzen, und ein Schwarzer hat keinen Vorzug vor einem Weißen, außer durch die Gottesfrurcht (Taqwa)."

Am Ende der Pilgerfahrt wurde der letzte Vers des Korans geoffenbart: "Heute habe Ich eure Religion fur euch vervollstandigt und Meine Gnade an euch vollendet und den Islam als Religion fur euch gebilligt." (Koran 5:3). Als Abu Bakr (RA) diesen Vers hörte, weinte er, denn er verstand: Die Vollendung der Religion kundigte das nahe Ende des Propheten an.

Sein Charakter (Koran 68:4)

Der Koran beschreibt den Charakter des Propheten mit einem einzigen, umfassenden Vers:

"Und fürwahr, du besitzt einen erhabenen Charakter." (Koran 68:4)

Aisha (RA) beschrieb seinen Charakter mit den Worten: "Sein Charakter war der Koran" (Sahih al-Bukhari 3548, via Muslim 746). Das bedeutet: Er lebte den Koran in jedem Aspekt seines Lebens.

Konkrete Beispiele seines Charakters aus den Hadithen: Er war der Erste, der Salam gab, er unterbrach nie jemanden beim Sprechen, er half im Haushalt (Aisha [RA] berichtete, er flickte seine Schuhe und nahte seine Kleidung selbst, Sahih al-Bukhari 676), er spielte mit Kindern und ließ sie auf seinen Schultern reiten, er lachte nie laut (nur durch ein Lacheln), er war stets bescheiden in Kleidung und Auftreten, er schlug nie eine Frau oder ein Kind und nahm stets zugunsten des Schwacheren Partei.

Er vergaß nie die Armen und Bedurftigen. Wenn er Besitz erhielt, verschenkte er ihn, bevor er in sein Haus zuruck kehrte. Aisha (RA) berichtete, dass es in manchen Monaten kein Feuer in ihrem Haus loderte, weil es nichts zum Kochen gab, und sie von Datteln und Wasser lebten (Sahih al-Bukhari 2567).

Sein Aussehen (Tirmidhi 3638)

Die Gefährten des Propheten beschrieben sein Aussehen in großer Detailtreue. Tirmidhi sammelte diese Beschreibungen im "Kitab ash-Shama'il al-Muhammadiyya" (Buch der Eigenschaften des Propheten). Aus dem Hadith von Ali ibn Abi Talib (RA), ubertragen in Tirmidhi 3638:

"Er war weder zu groß noch zu klein, von mittlerer Gestalt. Sein Haar war weder stark gelockt noch ganz glatt. Sein Gesicht war nicht rund, sondern leicht oval. Seine Haut war weißlich-rötlich. Seine Augen waren tiefschwarz und seine Wimpern lang. Er hatte breite Schultern. Zwischen seinen Schulterblättern befand sich das Siegel des Prophetentums..."

Andere Beschreibungen erganzen: Er hatte ein sehr schönes Lachen, und wenn er lachelte, schien sein Gesicht zu leuchten. Jabir ibn Samura (RA) beschrieb seinen Mund als "weit" (im Sinne von ausdrucksstark beim Sprechen) und sein Haar als leicht gelockt, das die Ohren und den Nacken berührte. Er hatte eine helle, etwas rötliche Gesichtsfarbe. Wenn jemand ihn zum ersten Mal sah, war er von seiner Erscheinung beeindruckt; wenn er ihn kannte, liebte er ihn (Tirmidhi 3647).

Ableben und Nachfolge

Wenige Monate nach der Abschiedspilgerfahrt erkrankte der Prophet (F.i.) schwer. In den letzten Wochen seines Lebens betete er hinter Abu Bakr (RA) als Imam, was viele Gelehrte als indirekten Hinweis auf die Nachfolge interpretierten. Er besuchte trotz Fieber und Schmerzen weiterhin die Moschee und hielt Ansprachen an die Gemeinde.

Am 12. Rabi al-Awwal des 11. Hijra-Jahres, entsprechend dem 8. Juni 632 n.Chr., schloss der Prophet (F.i.) die Augen in Aisha (RA), seiner geliebten Frau. Er stutzte seinen Kopf in ihrem Schoß. Seine letzten Worte, die sie uberlieferte, waren: "O Allah, bei dem höchsten Gefahrten" (Sahih al-Bukhari 4435). Als die Nachricht in der Moschee bekannt wurde, brach Umar ibn al-Khattab (RA) in Tranen aus und drohte, jeden niederzuschlagen, der behaupte, der Prophet sei gestorben. Abu Bakr (RA) trat vor die Menge und sprach die Worte, die die Gemeinde beruhigten:

"Wer Muhammad angebetet hat, dem sei gesagt: Muhammad ist gestorben. Wer aber Allah angebetet hat, dem sei gesagt: Allah lebt und stirbt nie." (Sahih al-Bukhari 3668)

Abu Bakr as-Siddiq (RA) wurde als erster Kalif (Nachfolger) gewhalt. Die vier rechtgeleiteten Kalifen (Rashidun) nach dem Propheten waren Abu Bakr (RA), Umar ibn al-Khattab (RA), Uthman ibn Affan (RA) und Ali ibn Abi Talib (RA). Die islamische Gemeinschaft blieb zusammen und breitete sich in den folgenden Jahrhunderten uber weite Teile der Welt aus, in der Uberzeugung, die Botschaft des Propheten weiterzutragen.

Der Prophet wurde in dem Zimmer begraben, in dem er gestorben war, dem Zimmer von Aisha (RA), das sich an die Prophetenmoschee anschließt. Heute befindet sich sein Grab in der Masjid an-Nabawi in Medina, eine der heiligsten Statten des Islam.

Haufige Fragen

War Muhammad der letzte Prophet?

Ja. Der Prophet Muhammad (F.i.) ist das "Siegel der Propheten" (Khatam an-Nabiyyin, Koran 33:40). Nach ihm wird kein weiterer Prophet kommen. Die islamische Theologie lehrt, dass die prophetische Reihe von Adam uber die Propheten Nuh, Ibrahim, Musa und Isa (Jesus) bis zu Muhammad reicht und mit ihm vollstandig abgeschlossen ist. Die Botschaft des Islam ist die letzte und vollstandige Botschaft Allahs an die Menschheit bis zum Jungsten Tag.

Warum heiratete der Prophet mehrere Frauen?

Bis auf Aisha (RA) heiratete der Prophet ausschließlich Witwen oder Geschiedene, oft aus politischen und sozialen Grunden (Bundnisbildung zwischen Stammen, Versorgung von Witwen gefallener Gefahrten). Die Ehen hatten in der mehrheitlich stammesgesellschaftlichen Arabien wichtige gesellschaftliche Funktionen. Khadijah (RA), die erste und einzige Frau wahrend 25 Jahren seiner Ehe, war eine erfolgreiche Geschaftsfrau und deutlich alter. Die Vielehe des Propheten ist im historischen und sozialen Kontext der damaligen Zeit zu verstehen.

Welche Sprache sprach der Prophet?

Der Prophet sprach Arabisch, und zwar den klaren, klassischen Dialekt der Quraysh. Er gilt als einer der eloquentesten Redner der arabischen Geschichte. Seine Aussprüche (Hadithen) zeichnen sich durch sprachliche Prazision und Tiefe aus. Der Koran, den er rezitierte, ist auf Arabisch und gilt fur Muslime als das Wort Allahs selbst, wobei der Prophet lediglich das Gefaß der Ubermittlung war.

Was ist die Sunna des Propheten?

Die Sunna bezeichnet die Gesamtheit der Worte (Qawl), Handlungen (Fi'l) und stillschweigenden Billigung (Taqrir) des Propheten (F.i.). Sie ist nach dem Koran die zweite Hauptquelle des islamischen Rechts. Die Sunna wurde von seinen Gefahrten ubertragen, von Generationen von Hadithgelehrten kritisch gesammelt und in den Hauptwerken wie Sahih al-Bukhari, Sahih Muslim und den Sunan-Sammlungen niedergelegt. Das Befolgen der Sunna ist ein Zeichen der Liebe zu Allah (Koran 3:31).

Wie viele Gefahrten (Sahaba) hatte der Prophet?

Die Zahl der Sahaba (Gefahrten des Propheten) wird von islamischen Gelehrten auf uber 100.000 geschatzt, da bei der Abschiedspilgerfahrt uber 100.000 Muslime zugegen waren. Im engeren Sinn gelten als Sahaba alle, die den Propheten im Islam getroffen haben, mit ihm glaubig waren und als Muslime starben. Die bedeutendsten Gefährten, wie Abu Bakr, Umar, Uthman, Ali, Aisha, Ibn Abbas und viele andere, sind durch ihre Hadithubertragungen und ihre Verdienste um den Islam besonders bekannt.

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