Die 25 Propheten im Koran (Uberblick):
Adam • Idris • Nuh • Hud • Salih • Ibrahim • Lut • Ismail • Ishaq • Yaqub • Yusuf • Ayyub • Schuyaib • Musa • Harun • Dhul-Kifl • Dawud • Sulayman • Ilyas • Al-Yasa • Yunus • Zakariyya • Yahya • Issa • Muhammad
Der Glaube an alle Propheten Allahs ist Pflicht (Koran 2:285).
Allah sagt im Koran: "Und Wir haben in jedes Volk einen Gesandten geschickt: Dienet Allah und meidet den Taugut." (Koran 16:36). Kein Volk blieb ohne einen Gesandten, und alle trugen dieselbe Botschaft: Es gibt keinen Gott ausser Allah. Dieser Artikel erzahlt die Geschichten der bedeutsamsten Propheten aus dem Koran und zeigt, was wir von ihnen lernen konnen.
Der Glaube an alle Propheten Allahs ist einer der sechs Glaubenspfeiler des Islam. Allah sagt: "Der Gesandte glaubt an das, was von seinem Herrn zu ihm herabgesandt wurde, ebenso wie die Glaubigen. Jeder glaubt an Allah, Seine Engel, Seine Schriften und Seine Gesandten: Wir machen keinen Unterschied zwischen einem Seiner Gesandten." (Koran 2:285)
Adam: Erschaffung und der erste Fehler
Adam ist der erste Mensch und der erste Prophet im Islam. Seine Geschichte beginnt, bevor er erschaffen wurde, mit einer Frage, die Allah an die Engel richtete:
"Und als dein Herr zu den Engeln sagte: 'Ich werde auf der Erde einen Statthalter einsetzen', sagten sie: 'Willst Du auf ihr jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil anrichten und Blut vergiessen wird, wahrend wir Deinen Lobpreis singen und Dich heilig sprechen?' Er sagte: 'Ich weiss, was ihr nicht wisst.'"
Koran 2:30
Allah erschuf Adam aus Lehm und blies seinen Geist in ihn (Koran 15:29). Er lehrte Adam die Namen aller Dinge, was die Engel nicht wussten (Koran 2:31-33). Dann befahl Er den Engeln, sich vor Adam niederzuwerfen, was alle ausser Iblis taten. Iblis weigerte sich aus Hochmut und wurde aus der Gnade Allahs vertrieben (Koran 2:34).
Adam und Hawwa (Eva) lebten im Garten (Janna). Allah erlaubte ihnen alles ausser einem einzigen Baum (Koran 2:35). Iblis verfuhrte sie, und sie aen von dem verbotenen Baum. Als sie erkannten, was sie getan hatten, bereuten sie sofort:
"Sie sagten: 'Unser Herr, wir haben uns selbst Unrecht getan. Und wenn Du uns nicht vergiebst und Dich unser nicht erbarmst, werden wir wahrlich zu den Verlierern gehoren.'"
Koran 7:23
Allah verzieh Adam und Hawwa. Die Lektion ist entscheidend: Adam sunigte, aber er wandte sich sofort an Allah mit aufrichtiger Reue, und Allah verzieh. Iblis dagegen weigerte sich, seine Fehler einzugestehen und wurde zu Satan. Der Unterschied zwischen Adam und Iblis war nicht die Sunde, sondern die Reaktion auf die Sunde: Reue contra Hochmut.
"Dann empfing Adam von seinem Herrn Worte, und Er wandte sich ihm gnadvoll zu. Er ist der Reueempfangende, der Barmherzige."
Koran 2:37
Adam und Hawwa wurden auf die Erde geschickt, wo ihre Nachkommenschaft die Menschheit wurde. Allah versprach, ihnen Rechtleitung zu senden (Koran 2:38), und die Geschichte der Propheten ist die Geschichte dieser Rechtleitung, von Adam bis Muhammad ﷺ.
Lektionen aus der Geschichte Adams
- Der Mensch ist edel und wurde als Gottes Statthalter auf Erden erschaffen.
- Sunde ist menschlich, aber aufrichtige Reue heilt sie.
- Iblis ist der erklarte Feind des Menschen, und sein Angriff ist durch Verfuhrung.
- Allah vergibt denjenigen, die sich mit Aufrichtigkeit an Ihn wenden.
Ibrahim: das Feuer und das Opfer
Ibrahim (Abraham) ist einer der bedeutendsten Propheten des Islam. Er wird im Koran als Khalilullah (der Freund Allahs) bezeichnet (Koran 4:125) und als Umma (eine Gemeinschaft fur sich allein, Koran 16:120). Er ist der Vater der Propheten und der geistige Vorfahr von Ismail, Ishaq und ihren Nachkommen.
Ibrahim wuchs in einer Gemeinschaft auf, die Gotzen anbetete. Sein eigener Vater Azar fertigte Gotzen und verkaufte sie. Schon als junger Mann erkannte Ibrahim die Falschheit der Gotzenanbetung und suchte nach dem wahren Gott durch Vernunft:
"Als die Nacht uber ihn hereinbrach, sah er einen Stern. Er sagte: 'Das ist mein Herr!' Als er aber unterging, sagte er: 'Ich liebe die Untergehenden nicht.' Als er dann den aufgehenden Mond sah, sagte er: 'Das ist mein Herr!' Als er aber unterging, sagte er: 'Wenn mein Herr mich nicht rechtleitet, werde ich gewiss zu dem irrgegangenen Volk gehoren.' Als er dann die Sonne aufgehen sah, sagte er: 'Das ist mein Herr! Dieser ist grosser!' Als aber auch sie unterging, sagte er: 'O mein Volk, ich bin frei von dem, was ihr Allah beigesellt. Ich habe mein Antlitz dem zugewandt, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, aufrichtig, und ich gehore nicht zu den Beigesellern.'"
Koran 6:76-79
Ibrahim konfrontierte sein Volk direkt. Er zerbrach ihre Gotzen, liess nur den grossten stehen und legte das Beil auf die Schulter des grossen Gotzen, sodass es aussah, als habe dieser die anderen zerschlagen (Koran 21:57-63). Als sein Volk ihn fragte, antwortete er mit einer Frage, die sie zum Nachdenken zwang: Wie konnen diese steinernen Figuren, die sich nicht bewegen und nicht sprechen konnen, euch nutzen oder schaden?
Sein Volk war nicht uberzeugt. Sie beschlossen, ihn ins Feuer zu werfen:
"Sie sagten: 'Verbrennt ihn und helft euren Gottern, wenn ihr etwas tut.' Wir sagten: 'O Feuer, sei kalt und ein Heil fur Ibrahim!'"
Koran 21:68-69
Das Feuer verlor seine brennende Eigenschaft durch Allahs Befehl. Ibrahim war unversehrt. Dies ist eines der deutlichsten Wunder im Koran: Allahs Macht ist grosser als die Naturgesetze, die Er selbst geschaffen hat.
Das Opfer: die groesste Prufung
Die zweite grosse Prufung Ibrahims war der Befehl, seinen Sohn Ismail zu opfern. Ibrahim hatte jahrzehntelang um Nachkommenschaft gebetet. Als ihm der ersehnte Sohn gegeben wurde, erschien ihm im Traum der Befehl Allahs:
"Als er dann das Alter der Anstrengung mit ihm erreicht hatte, sagte er: 'O mein Sohn, ich sehe im Traum, dass ich dich schlachte. Sieh, was du denkst!' Er sagte: 'O mein Vater, tu, was dir befohlen wird. Du wirst mich, so Allah will, zu den Standhaften findnen.'"
Koran 37:102
Ismail stimmte seinem eigenen Opfer zu, in volliger Unterwerfung unter Allahs Willen. Als Ibrahim das Messer ansetzte, rief Allah ihn zuruck:
"Und Wir riefen ihn: 'O Ibrahim, du hast die Vision wahr gemacht!' So belohnen Wir die Gutes Tuenden. Dies war furwahr die deutliche Prufung. Und Wir lesten ihn durch ein grosses Opfer aus."
Koran 37:104-107
Ein Widder wurde als Ersatz fur Ismail gegeben. Dieses Ereignis wird jedes Jahr von Muslimen weltweit im Fest des Opfers, Eid al-Adha, gedenkt.
Lektionen aus der Geschichte Ibrahims
- Tawhid ist der Kern der prophetischen Botschaft; Ibrahim erkannte ihn durch Vernunft und Offenbarung.
- Wahre Unterwerfung unter Allah kann das scheinbar Unmoegliche verlangen.
- Allah pruft die, die Er liebt, und belohnt Geduld und Treue.
- Feuer, Schwerter und Mehrheiten sind kein Gegenargument gegen die Wahrheit.
Musa: der Exodus aus Agypten
Musa (Mose) ist der im Koran am haufigsten genannte Prophet: sein Name erscheint 136-mal. Seine Geschichte ist die Geschichte einer ganzen Nation, die durch einen einzigen Gesandten aus der Sklaverei befreit wurde.
Musa wurde zu einer Zeit geboren, in der der Pharao von Agypten angeordnet hatte, alle neugeborenen Sohne der Kinder Israels zu toten. Allahs Inspiration an Musas Mutter rettete ihn: Sie legte ihn in einen Korb auf dem Nil, und er wurde vom Haus des Pharaos selbst aufgezogen (Koran 20:38-40, 28:7-9). Ironie der Geschichte: Der Tyrann zog den auf, der ihn sturzen wurde.
Als Musa erwachsen war, erschlug er versehentlich einen Agypter und floh nach Madyan, wo er jahrelang lebte und die Tochter eines frommen Mannes heiratete. Auf dem Ruckweg empfing er die Berufung zum Propheten am brennenden Busch:
"Und als Wir zu Musa gerufen hatten, als er zum Feuer ging: 'O Musa, Ich bin Allah, der Herr der Welten... Wirf deinen Stab!' Als er ihn aber sich wie eine Schlange winden sah, wandte er sich zur Flucht und kehrte nicht zuruck. 'O Musa, komm naher und furchte dich nicht, du bist einer der Sicheren!'"
Koran 28:30-31
Musa wurde gesandt, den Pharao und die Kinder Israel zu befreien. Die Auseinandersetzung zwischen Musa und dem Pharao ist eine der dramatischsten Erzahlungen des Korans (Koran 26:10-67). Der Pharao weigerte sich, die Israeliten freizulassen, trotz neun Zeichen (Koran 27:12): Stab der zur Schlange wurde, leuchtende Hand, Durre und Ernteverlust, Uberschwemmung, Heuschrecken, Lause, Froschem, Blut und Finsternis.
Schlieslich erlaubte der Pharao den Israeliten zu gehen, verfolgte sie aber mit seinem Heer. Am Roten Meer schien Musa und sein Volk gefangen:
"Als sich die zwei Heerscharen sahen, sagten die Gefahrten Musas: 'Wir werden gewiss eingeholt!' Er sagte: 'Nein! Mein Herr ist mit mir, Er wird mich rechtleiten.'"
Koran 26:61-62
"Da offenbarten Wir dem Musa: 'Schlage mit deinem Stab das Meer!' Da teilte es sich, und jeder Teil war wie ein gewaltiger Berg. Und Wir brachten dort die anderen naher. Und Wir retteten Musa und alle, die bei ihm waren. Dann ertranken Wir die anderen."
Koran 26:63-66
Der Pharao erkannte im letzten Moment, als er ertrank, den einen Gott an (Koran 10:90), aber es war zu spat. Allah sprach: "Jetzt, wo du es nicht mehr verhindern kannst, wahrend du vorhin Unbehorsam warst und zu den Verderbern gehortest." (Koran 10:91)
Lektionen aus der Geschichte Musas
- Allahs Hlife kann in einem einzigen Moment alles wenden.
- Die Botschaft aller Propheten an die Machtigen war dieselbe: Dient Allah und haort auf, Menschen zu unterdrucken.
- Hochmut zerstort denjenigen, der sich uber Allahs Gebote stellt.
- Glaube in der aussichtslosen Lage ist die echte Prufung des Herzens.
Issa: die wundersame Geburt und die Botschaft
Issa ibn Maryam (Jesus, Sohn der Maria) ist einer der funf grossen Propheten des Islam (Ulul Azm). Er nimmt im Koran eine besondere Stellung ein: Sein Name erscheint 25-mal, und eine ganze Sure (Sure 19) ist nach seiner Mutter Maryam benannt.
Die Geschichte von Issas Geburt beginnt mit der Botschaft der Engel an Maryam:
"Als die Engel sagten: 'O Maryam, Allah verkundet dir frohe Botschaft von einem Wort von Ihm, dessen Name der Messias, Issa, der Sohn der Maryam, ist, angesehen in dieser und in der jenseitigen Welt und einer der Nahgestellten. Er wird zu den Menschen in der Wiege und als Erwachsener sprechen und zu den Rechtschaffenen gehoren.'"
Koran 3:45-46
Maryam fragte, wie sie ein Kind haben solle, da kein Mann sie je beruehrt habe. Die Antwort Allahs ist einfach und absolut:
"Sie sagte: 'Mein Herr, wie soll ich ein Kind haben, wo mich kein Mann beruhrt hat?' Er sagte: 'So erschafft Allah, was Er will. Wenn Er eine Sache beschlossen hat, sagt Er zu ihr nur: Sei! und sie ist.'"
Koran 3:47
Issa wurde von Maryam ohne Vater geboren, durch Allahs direktes Wort und Schopfungsakt. Dies ist ein klares Wunder, aber kein Beweis fur Gottlichkeit: Allah erschuf Adam ohne Vater und ohne Mutter. Issa ist ein Mensch und ein Prophet, nicht Gott oder Sohn Gottes.
Die Wunder Issas
Issa vollbrachte durch Allahs Erlaubnis aussergewohnliche Wunder (Koran 3:49):
- Er sprach bereits als Saugling in der Wiege (Koran 19:29-33)
- Er formte Vogel aus Lehm und blies Leben in sie
- Er heilte Blinde und Aussatzige
- Er erweckte Tote zum Leben
- Er kannte, was Menschen in ihren Hausern versteckten
Allen diesen Wundern folgte stets die Formel: bi-idhnillah (durch Allahs Erlaubnis). Sie zeigen nicht Issas eigene Gottlichkeit, sondern Allahs Macht, die durch Seinen Gesandten wirkt.
Issas Botschaft: Tawhid
Die Botschaft Issas war dieselbe wie die aller Propheten: die Anbetung des einen Gottes. Issa selbst sagte laut dem Koran:
"Und als Allah sagen wird: 'O Issa, Sohn der Maryam, hast du den Menschen gesagt: Nehmt mich und meine Mutter als zwei Gotter neben Allah?' wird er sagen: 'Geruhmt seist Du! Es steht mir nicht zu, zu sagen, wozu ich kein Recht habe.'"
Koran 5:116
Issa verkundete auch die Ankunft des letzten Propheten: "Und als Issa, der Sohn Maryams, sagte: 'O Kinder Israels, ich bin Allahs Gesandter zu euch, bestatigend, was vor mir von der Thora da war, und frohe Botschaft gebend von einem nach mir kommenden Gesandten, dessen Name Ahmad ist.'" (Koran 61:6). "Ahmad" ist ein anderer Name des Propheten Muhammad ﷺ.
Lektionen aus der Geschichte Issas
- Allahs Schopfungskraft uberschreitet jede menschliche Logik.
- Wunder sind keine Zeichen der Gottlichkeit, sondern der Prophetenschaft.
- Alle Propheten trugen dieselbe Botschaft des Tawhid.
- Issa wird am Ende der Zeiten wiederkommen und den Dajjal toten; dies ist Teil der islamischen Eschatologie.
Muhammad: das Siegel der Propheten
Muhammad ibn Abdillah ﷺ ist der letzte und abschliessende Prophet Allahs. Allah sagt im Koran:
"Muhammad ist nicht der Vater eines eurer Manner, sondern der Gesandte Allahs und das Siegel der Propheten. Und Allah weiss alle Dinge wohl."
Koran 33:40
Das Wort Khatam al-Nabiyyin (Siegel der Propheten) bedeutet: Muhammad ﷺ ist der letzte in der langen Kette der Propheten. Nach ihm kommt kein neuer Prophet. Die islamische Botschaft ist vollstandig und endgultig.
Das Leben des Propheten
Muhammad ﷺ wurde um 570 n. Chr. in Mekka geboren, in der Banu-Haschim-Linie des Stammes Quraisch. Sein Vater Abdullah starb vor seiner Geburt, seine Mutter Amina, als er sechs Jahre alt war. Er wuchs unter der Obhut seines Grossvaters Abd al-Muttalib und dann seines Onkels Abu Talib auf.
Im Alter von vierzig Jahren empfing er die erste Offenbarung in der Hoehle Hira auf dem Berg Nur ausserhalb Mekkas. Der Engel Dschibril erschien ihm und befahl: "Iqra!" (Lies! / Trag vor!). Die ersten Verse des Koran wurden herabgesandt:
"Trag vor im Namen deines Herrn, der erschaffen hat, erschaffen hat den Menschen aus einem Klumpen. Trag vor, und dein Herr ist der Freigebigste, der gelehrt hat durch den Schreibrohr, den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste."
Koran 96:1-5
Der Prophet ﷺ predigte dreizehn Jahre in Mekka, trotz Verfolgung, Boykott und Ermordungsversuchen. Er zog dann nach Medina (Hidschra, 622 n. Chr.), wo er eine islamische Gemeinschaft aufbaute. In den folgenden zehn Jahren breitete sich der Islam uber die arabische Halbinsel aus, und im Jahr 8 n. H. kehrte er als Sieger nach Mekka zuruck, ohne Rache zu nehmen.
Er vollbrachte die letzte Pilgerfahrt (Haddschatu al-Wada) im Jahr 10 n. H. und verstarb wenige Monate spater. Sein Abschied umfasste eine seiner beruhmtesten Predigten:
"O Menschen, ich habe euch zwei Dinge hinterlassen. Wenn ihr euch an sie haltet, werdet ihr nie in die Irre gehen: das Buch Allahs und die Sunna Seines Propheten."
(Al-Hakim, als Hasan eingestuft)
Der Charakter des Propheten
Allah beschreibt Muhammad ﷺ im Koran: "Und du bist furwahr von grossartigem Charakter." (Koran 68:4). Aischa, seine Gattin, beschrieb seinen Charakter mit den Worten: "Sein Charakter war der Koran." (Ahmad). Er war die lebendige Verkörperung des Korans in Haltung, Wort und Tat.
Das verbindende Thema: Tawhid
Was verbindet Adam, Ibrahim, Musa, Issa und Muhammad ﷺ? Eine einzige, unveranderliche Botschaft: La ilaha illallah, es gibt keinen Gott ausser Allah.
Allah sagt im Koran: "Und Wir haben vor dir keinen Gesandten geschickt, ausser dass Wir ihm offenbaren: Es gibt keinen Gott ausser Mir, daher dienet Mir." (Koran 21:25)
Diese Kontinuitat ist fundamental fur das islamische Verstandnis der Religion. Der Islam ist keine neue Religion, die Muhammad ﷺ erfunden hat, sondern die letzte und vollstandige Gestalt derselben Botschaft, die Allah seit Adam an die Menschheit gesandt hat. Die Propheten kamen mit unterschiedlichen Gesetzen fur unterschiedliche Zeiten und Volker, aber ihre Kernbotschaft war immer dieselbe:
- Adam lehrte, dass Allah der einzige Schopfer ist und seine Gebote einzuhalten sind.
- Ibrahim lehrte, dass Vernunft und Offenbarung zum Tawhid fuhren, und dass keine Schopfung Allahs angebetet werden darf.
- Musa lehrte, dass Allah der Befreier ist und dass Sein Gesetz (die Thora) das Leben ordnet.
- Issa lehrte, dass Allah der Eine ist und dass der Mensch Jesus kein Gott ist, sondern ein Diener und Prophet.
- Muhammad ﷺ brachte die vollstandige und endgultige Offenbarung, den Koran, der bis zum Jungsten Tag unverandert bewahrt bleibt.
"Dieser Tag wurde Eure Religion fur euch vervollstandigt, und Ich habe Meine Gunst an euch vollendet und habe euch den Islam als Religion wohlgefallen."
Koran 5:3
Die 25 Propheten im Koran
Der Koran nennt namentlich 25 Propheten. Nach islamischer Tradition gab es insgesamt eine sehr grosse Zahl von Propheten und Gesandten, von denen nur diese 25 im Koran beim Namen genannt werden. Der Glaube an alle Propheten Allahs ist Pflicht, auch wenn nur einige namentlich bekannt sind.
Die 25 namentlich genannten Propheten in der Reihenfolge ihrer ersten koranischen Erwaehnung oder historischen Abfolge:
- Adam (der erste Mensch und erste Prophet)
- Idris (Henoch in der biblischen Tradition)
- Nuh (Noah, Prophet der Flut)
- Hud (gesandt zum Volk Ad in Arabien)
- Salih (gesandt zum Volk Thamud)
- Ibrahim (Abraham, der Freund Allahs)
- Lut (Lot, Neffe Ibrahims)
- Ismail (Ishmael, erstgeborener Sohn Ibrahims)
- Ishaq (Isaak, zweiter Sohn Ibrahims)
- Yaqub (Jakob, Sohn Ishaqs)
- Yusuf (Josef, dessen Geschichte eine vollstandige Sure (12) des Korans ist)
- Ayyub (Hiob, ein Beispiel fur Geduld im Leid)
- Schuyaib (Jethro, gesandt zum Volk Madyan)
- Musa (Mose, der am haufigsten genannte Prophet im Koran)
- Harun (Aaron, Bruder Musas)
- Dhul-Kifl (moglicherweise Ezechiel)
- Dawud (David, dem die Psalmen / Zabur gegeben wurden)
- Sulayman (Salomo, Sohn Dawuds)
- Ilyas (Elias)
- Al-Yasa (Elischa)
- Yunus (Jona, der Prophet im Bauch des Wales)
- Zakariyya (Zacharias, Vater Yahyas)
- Yahya (Johannes der Taufer)
- Issa (Jesus, Sohn Maryams)
- Muhammad ﷺ (das Siegel der Propheten, Koran 33:40)
Verpasse kein Gebet mehr: Die Propheten Allahs haben alle das tagliche Gebet praktiziert. Salah ist die Verbindung zwischen dem Glaubigen und seinem Herrn, genau wie in der Zeit der Propheten. FivePrayer erinnert dich an alle funf taglichen Gebetszeiten. Jetzt herunterladen.
Haufig gestellte Fragen
Wie viele Propheten werden im Koran namentlich genannt?
Im Koran werden 25 Propheten namentlich genannt: Adam, Idris, Nuh, Hud, Salih, Ibrahim, Lut, Ismail, Ishaq, Yaqub, Yusuf, Ayyub, Schuyaib, Musa, Harun, Dhul-Kifl, Dawud, Sulayman, Ilyas, Al-Yasa, Yunus, Zakariyya, Yahya, Issa und Muhammad (Frieden sei mit ihnen allen). Nach islamischer Tradition gab es insgesamt eine sehr grosse Anzahl von Propheten und Gesandten, von denen nur diese 25 im Koran namentlich erwahnt werden.
Was ist der Unterschied zwischen einem Nabi und einem Rasul?
Im islamischen Verstandnis ist ein Rasul (Gesandter) ein Prophet, der eine neue Schrift oder neue Gesetze von Allah erhalten und sie einer Gemeinschaft uberbracht hat. Ein Nabi (Prophet) ist jemand, der gottliche Offenbarung empfangt, aber keine neue Schrift bringt, sondern die Botschaft eines vorherigen Rasul bestatigt und erneuert. Jeder Rasul ist auch ein Nabi, aber nicht jeder Nabi ist ein Rasul. Muhammad ﷺ ist sowohl der letzte Nabi als auch der letzte Rasul.
Warum ist Muhammad der letzte Prophet?
Allah sagt im Koran: "Muhammad ist nicht der Vater eines eurer Manner, sondern der Gesandte Allahs und das Siegel der Propheten." (Koran 33:40). Muhammad ﷺ ist das "Siegel der Propheten" (Khatam al-Nabiyyin), was bedeutet, dass er der letzte und abschliessende Gesandte ist. Die Botschaft des Islam wurde als vollstandig und endgultig erklart (Koran 5:3), und der Koran bleibt bis zum Jungsten Tag unverandert bewahrt. Kein weiterer Prophet ist notwendig oder wird kommen.
Was lehrte Ibrahim (Abraham) uber Tawhid?
Ibrahim ist der zentrale Prophet des Tawhid. Er wuchs in einer Familie von Gotzenmachern auf und erkannte durch Vernunft und Offenbarung die Wahrheit des Einen Gottes. Er zerschlug die Gotzen seines Volkes (Koran 21:58), wurde dafur ins Feuer geworfen, das Allah fur ihn kuhl und sicher machte (Koran 21:69), und war bereit, seinen Sohn fur Allah zu opfern (Koran 37:102-107). Allah nennt Ibrahim "Khalilullah" (den Freund Allahs) und "Umma" (eine Gemeinschaft fur sich allein, Koran 16:120).
Glauben Muslime an Issa (Jesus)?
Ja, der Glaube an Issa (Jesus) ist fur jeden Muslim Pflicht. Im Islam ist Issa ein grosser Prophet und Gesandter Allahs, geboren durch ein Wunder von der Jungfrau Maryam (Maria) ohne Vater (Koran 3:47), gesandt zu den Kindern Israel mit dem Evangelium (Indjil), fahig zu Wundern durch Allahs Erlaubnis (Koran 3:49). Muslime glauben jedoch nicht, dass Issa der Sohn Gottes ist oder Teil einer Dreieinigkeit. Issa selbst rief zum Tawhid auf und verkundete die Ankunft des letzten Propheten Muhammad ﷺ (Koran 61:6).
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